Zoryana Kushpler

Mezzosopran

image1%2520(1)_edited_edited.jpg
Zoryana Kushpler_Marcellina „Le nozze di Figaro“ Wiener Staatsoper
Zoryana Kushpler_Marcellina „Le nozze di Figaro“ Wiener Staatsoper

press to zoom
Zoryana Kushpler_Ulrika „Un ballo in maschera“_Wiener Staatsoper
Zoryana Kushpler_Ulrika „Un ballo in maschera“_Wiener Staatsoper

press to zoom
Zoryana Kushpler12
Zoryana Kushpler12

press to zoom
Zoryana Kushpler_Marcellina „Le nozze di Figaro“ Wiener Staatsoper
Zoryana Kushpler_Marcellina „Le nozze di Figaro“ Wiener Staatsoper

press to zoom
1/13
image2 (1).jpeg
Portrait Zoryana Kushpler
Wiener Staatsoper
  • Facebook
  • YouTube
  • Instagram

ZORYANA KUSHPLER

Die Mezzosopranistin Zoryana Kushpler wurde im ukrainischen Lwiw (Lemberg) geboren und lernte ab dem fünften Lebensjahr zunächst Klavier bei ihrer Mutter, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie Gesang in der Klasse ihres Vaters Prof. Igor Kushpler an der Musikhochschule in Lwiw und trat bereits während des Studiums erfolgreich am dortigen Opernhaus als Rosina in Rossinis »Il Barbiere di Sevilla« sowie als Maddalena in Verdis »Rigoletto« auf.

1998 wechselte Zoryana Kushpler an die Musikhochschule nach Hamburg in die Klasse von Prof. Judith Beckmann und erhielt wichtige künstlerische Impulse in Meisterkursen bei Teresa Berganza, Renata Scotto und Kurt Moll. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die ihr verliehen wurden, zählt der 1. Preis beim renommierten ARD-Musikwettbewerb in München im September 2000.

In den Jahren 2004 bis 2006 sang Zoryana Kushpler im Ensemble des Stadttheaters Bern, wo sie u.a. als Sesto (»Giulio Cesare«), Masha (»Tri Sestry«), Marchesa Melibea (»Il viaggio a Reims«), Suzuki (»Madama Butterfly«) und Preziosilla (»La forza del destino«) zu hören war.

Seit 2007 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und feierte dort große Erfolge als Ulrica (»Un ballo in maschera«), Preziosilla, Fenena (»Nabucco«), Maddalena, Lola (»Cavalleria rusticana«), Smeton (»Anna Bolena«) und Suzuki, Polina (»Pique Dame«), Olga (»Eugen Onegin«), Sonjetka (»Lady Macbeth von Mzensk«), Giulietta (»Les contes d'Hoffmann«) und Marcellina (»Le nozze di Figaro«), sowie als Prinz Orlofsky (»Die Fledermaus«), Adelaide (»Arabella«), Mary (»Der fliegende Holländer«), Magdalena (»Die Meistersinger von Nürnberg«), Floßhilde (»Das Rheingold«), Schwertleite (»Die Walküre«) und Erste Norn (»Götterdämmerung«).

Zudem ist sie seit 2008 regelmäßiger Gast an der Volksoper Wien und war dort bisher als Carmen, Giulietta, Maddalena oder Orlofsky zu erleben.

Ihre Gastspieltätigkeit führte Zoryana Kushpler bereits im Jahr 2000 an das Ständetheater Prag, wo sie die Partie des Sesto in Mozarts »La clemenza di Tito« verkörperte. Weiterhin sang sie Nerone in einer konzertanten Aufführung von Monteverdis »L'incoronazione di Poppea« in der Londoner Barbican Hall, Aminta in Mozarts »Il re pastore« bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und Marcellina auf einer Gastspielreise der Wiener Staatsoper in Japan.

Sie gastierte als Preziosilla an der Oper Köln, als Adelaide am Opernhaus Graz und als Prinz Orlofsky bei den Seefestspielen Mörbisch. Im Jahr 2014 debütierte Zoryana Kushpler in der Londoner Royal Albert Hall in einer konzertanten Aufführung von Strauss' »Elektra« sowie in der konzertanten Aufführung der Oper »Die vier Grobiane« von Wolf-Ferrari mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München.

Ihr Debüt in den USA gab sie 2012 in Wagners »Ring des Nibelungen« mit dem Cleveland Orchestra sowie 2013 mit den Bamberger Symphonikern.

Eine umfangreiche Zusammenarbeit verbindet Zoryana Kushpler mit namhaften Dirigenten wie Seiji Ozawa, Sir Neville Marriner, Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Semyon Bychkov, René Jacobs, Simone Young, Marco Armiliato, Alessandro De Marchi, Eiji Ōue oder Christoph Eschenbach.

Zoryana Kushpler ist ebenfalls als Konzertsängerin ein gefragter Gast in den wichtigen europäischen Musikzentren. Eine Tournee mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks führte sie im Rahmen der berühmten Klubhaus-Konzerte in die Tonhalle Zürich, ins Stadtcasino Basel und die Victoria Hall Genf. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival trat sie 2003 in Haydns »Nelson-Messe«, 2004 in einer stürmisch gefeierten konzertanten Aufführung von Dvořáks »Rusalka« und 2006 gemeinsam mit dem Petersen Quartett auf.

Im folgenden Jahr sang Zoryana Kushpler mit der NDR Radiophilharmonie Hannover die Uraufführung der 2. Sinfonie »Requiem for a Poet« von Lera Auerbach, dieZusammenarbeit mit der jungen Komponistin führte sie im Sommer 2010 zum Verbier Festival.

2014 feierte sie ihr Debüt in der New Yorker Carnegie Hall als Solistin in Beethovens 9. Sinfonie.

Eine besondere Vorliebe hat Zoryana Kushpler für den Liedgesang. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester, der Pianistin Olena Kushpler, gab sie umjubelte Liederabende, unter anderem beim Rheingau Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, in der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus Berlin, in Kassel und Recklinghausen, im Wiener Musikverein sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei welchem sie 2010 mit dem Förderpreis der »Walter und Charlotte Hamel Stiftung« für herausragende sängerische Leistungen ausgezeichnet wurde.

Im Rahmen einer Italientournee mit dem Petersen Quartett und dem Pianisten Alexander Schmalcz war sie zudem in Venedig, Mailand, Florenz und Ferrara zu hören.

Zoryana Kushpler wirkte in zahlreichen Fernseh- und Rundfunkproduktionen mit. Im Jahre 1996 lieh sie ihre Singstimme der Schauspielerin Agnieszka Wagner im Film »La tregua« des berühmten italienischen Regisseurs Francesco Rosi.

Auf CD erschienen weiterhin Schostakowitschs »Sechs Gedichte von Marina Zwetajewa« mit dem Petersen Quartett so wie Lieder von Alexander von Zemlinski mit Linos Ensemble (Capriccio, 2006 und 2017), Gounods »Faust« aus der Wiener Staatsoper (Orfeo International, 2010), »Slavonic Souls« mit Liedern russischer Komponisten so wie „Cansiones españolas“ bei (Capriccio, 2010 und 2014) , sowie Wagners »Ring des Nibelungen« unter Christian Thielemann (Deutsche Grammophon, 2013). Die Veröffentlichung einer neuen CD mit spanischen Liedkompositionen ist für den kommenden Herbst geplant.

Als DVD bzw. Blu-ray Disc sind zudem »Wagners Nibelungenring für Kinder« aus der Wiener Staatsoper (2007), Johann Strauss' »Fledermaus« von den Seefestspielen Mörbisch (2012) und Richard Strauss' »Arabella« unter der Leitung von Franz Welser-Möst (Electric Picture & Naxos 2012) erhältlich.